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Der Energieausweis für Immobilien

Nicht nur bei der Anschaffung von technischen Geräten ist der Energieverbrauch ein wichtiges Kriterium, mittlerweile ist das auch bei dem Erwerb von Immobilien der Fall. Der Energieausweis soll darüber Auskunft geben und so eine bessere Vergleichbarkeit von Immobilien für den Mieter oder den Käufer herbeiführen. Seit dem 01. Januar 2009 ist er verpflichtend für alle Wohngebäude und seit dem 01. Juli 2009 auch für alle Nichtwohngebäude. Anhand einer Farbverlaufsskala, die von Rot bis Grün verläuft, kann eine erste Einschätzung der Energieeffizienz der Immobilie erfolgen. Dabei wird immer das gesamte Gebäude betrachtet und nicht nur einzelne Wohnungen. Der Energieausweis muss bei Verlangen vorgezeigt werden, es besteht aber kein Anrecht darauf, eine Kopie zu erhalten. Als Vermieter oder Verkäufer ist man rechtlich auf der sicheren Seite, wenn man sich rechtzeitig darum kümmert, denn sonst kann ein Bußgeld fällig werden.

Auch auf Seiten des Vermieter oder Verkäufers können durch die Verwendung des Energieausweises als Kaufargument durchaus Vorteile entstehen. Hierbei muss allerdings zwischen einem Verbrauchs- und einem Bedarfsausweis unterschieden werden. Der Verbrauchsausweis untersucht den Energieverbrauch der letzten drei Jahre für Heizung und Warmwasser und sagt damit nur etwas über den nutzerabhängigen Verbrauch aus. Der Bedarfsausweis fällt da schon eine objektivere Aussage: Auf Basis einer technischen Analyse wird der Energiebedarf berechnet.

Ausgestellt werden darf der Ausweis bei bestehenden Wohngebäuden nur von qualifizierten Personen, die entweder über einen Hochschulabschluss in beispielsweise der Fachrichtung Architektur, Bauingenieur, Bauphysik oder Maschinenbau haben oder staatlich anerkannte oder geprüfte Techniker sind.

Bei Wohngebäuden belaufen sich die Kosten für einen Verbrauchsausweis auf 25 100 . Der Bedarfsausweis ist etwas teurer, da hier teilweise umfangreiche technische Berechnungen durchgeführt werden. Ohne eine vor-Ort-Begehung werden Kosten von 80-200 fällig, mit einer vor-Ort-Begehung können sich die Kosten auf bis zu 1.000 belaufen. Diese Kosten können nur von der Steuer abgesetzt werden, wenn gleichzeitig auch Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung bestehen. Bei einer privaten Nutzung der Immobilie ist das nicht möglich. Der Energieausweis ist für 10 Jahre gültig, sollte jedoch nach Modernisierungsmaßnahmen neu ausgestellt werden, da sich eine Verbesserung der Konditionen immer positiv auf eine mögliche Vermietung oder einen Verkauf auswirken kann.