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Dachformen im Hausbau

Wegen der Bedeutung für den gesamten Hausaufbau sollte eine sorgfältige Auswahl der Dachform zu den Grundlagen der Planung gehören.

Den besten Schutz gegen Wind und Wetter bietet das Walmdach. Darum ist diese Dachform traditionell in seenahen Regionen mit starken Winden oder in rauen Höhenlagen häufig anzutreffen. Bei dieser Form wird die Dachkonstruktion ganz oder teilweise auf die Giebelseiten ausgedehnt. Ist die Traufenhöhe höher als an den Längsseiten oder wird über der Dachkonstruktion noch ein Giebel konstruiert spricht man von einem Krüppel- beziehungsweise Fußwalmdach. Die Giebelseite wird durch das schräge Dach vom Winddruck entlastet. Allerdings ist diese Konstruktion die aufwändigste.

Die häufigste Dachform zumindest im Europa nördlich der Alpen ist das Satteldach mit unterschiedlichen Neigungsgraden. Die einfache Konstruktion aus geraden Grundformen erlaubt kostengünstiges und wenig fehleranfälliges Bauen. Durch seine weite Verbreitung fügt es sich auch fast überall in die umgebende Bebauung ein.

Von der Konstruktion her am einfachsten ist das Flachdach, das zur Erleichterung der Entwässerung Neigungswinkel bis 5 % haben darf. Das geringe Gewicht hilft Kosten zu sparen und macht es gerade für funktionale Bauten attraktiv. Die ebene Fläche erlaubt eine Nutzung z.B. für Dachbegrünung oder als Dachterrasse. Auch entfallen bei vorausschauender Konstruktion bei einem späteren Aufbau die Abrisskosten für das alte Dach. Weil beim Flachdach der Niederschlagsabfluss nicht durch die Konstruktion gefördert wird, sind hier eine zuverlässige Dachabdichtung, eine funktionierende Entwässerung und eine auch bei extremen Wetterlagen stabile Unterkonstruktion von besonderer Bedeutung.